Die Bezirksvertretung V beauftragt die untere Denkmalschutzbehörde in Essen, die erforderlichen Untersuchungen einzuleiten, um das Pförtnerhaus des alten RWE Müllheizkraftwerkes, inklusive des mehrere Quadratmeter umfassenden großen Reliefs eines Greifens der eine Fackel in den Klauen hält, unter Denkmalschutz zu stellen. (siehe unteres Foto)
Im Gegensatz zu modernen Kraftwerksbauten, die als reine Zweckobjekte so gut wie völlig auf künstlerische Gestaltungen verzichten, lassen sich aus diesem Greif als aggressivem Wappentier Assoziationen von Macht und Hoheit herauslesen, die heutzutage an derartigen Industriebauten eher deplaziert wirken würden. Bisher ist dieser Greif ein kleines Objekt der Industriekultur- und Ideologie der dreissiger Jahre, dass zu Unrecht im Verborgenen blüht und mehr Öffentlichkeit erfahren sollte. Der Denkmalschutz für den Pförtnerhausbereich samt einer diffenzierten Erläuterung auf einer Hinweistafel dürfte sich auch gut ergänzen mit dem dort schon seit langem vorhandenen Besucherinformationsraum über die aktuellen Emissionswerte des jetzigen Müllheizkraftwerkes.