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09.06.2006 punkt 23.00 Uhr startete in Gelsenkirchen Horst  auf dem Josef-Büscher-Platz,die rund einstündige Supershow „kicks & balances”.
Dieser Auftritt war Start und somit auch Premiere des WM-Rahmenprogramms des Landes NRW, welches nur in den WM-Austragungsorten Gerlsenkirchen, Dortmund und Köln zu sehen sein wird.
„kick” bedeutet im Englischen gleichermaßen Schwung, Schlag, Tritt oder Pfiff.
Und so versteht sich auch diese gleichermaßen multimediale und theatrale Inszenierung von Forum InterArt aus Dortmund als spektakulärer „Abpfiff” des WM-Tages in Nordrhein-Westfalen. Eine 12 m hohe, transparente Skulptur, die gleichermaßen Weltkugel und Fußball symbolisiert, ist die Kulisse von „kicks & balances”. Zunächst noch verhüllt, dient die Konstruktion als Projektionsfläche und zeigt bewegte Bilder von der Faszination Fußball, die überall auf der Welt die Menschen ergreift. Leidenschaft liegt in diesen „kicks” und zu Musik und aufwändiger Licht-Technik fällt schließlich die Hülle und offenbart die atemberaubende Kunst von acht internationalen Artisten.
Scheinbar schwerelos bewegen sich die Künstler rund um den Fußball-Globus, mal kletternd, mal schwebend, vom Süd- zum Nordpol und rund um den Äquator. Es ist das Zusammenspiel von Projektionen, Licht, Tont und artistischer Brillanz, das „kicks & balances” zu einem besonderen Ereignis für alle Sinne macht. Der mit großen Open-Air-Inszenierungen bestens vertraute Regisseur Wolfram Lenssen von Forum InterArt hat den Fußball-Globus entwickelt. Bereits während der Bauphase hat „kicks & balances” Aufsehen erregt, da bis dato noch nichts vergleichbares hinsichtlich aufwändiger Digitaltechnik und Mechanik gewagt wurde.
Drei Artistinnen und 5 Artisten aus Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden setzen für 45 Minuten physikalische Gesetze scheinbar außer Kraft. Selten zuvor sah man drei Künstlerinnen im „pas de troi”. Akrobatinnen, die anstelle der bekannten Seile mit Tüchern arbeiten zeigen Metamorphosen des Ent- und Verhüllens. An Bändern in der Luft hängend, schreibt ein Strapatenkünstler konzentrische und scheinbar schwerelose Bewegungen in den Globus hinein. Von einem der Techniktower schwebt ein Flugakrobat in Luftlinien durch den Raum. Die Welt scheint Kopf zu stehen, wenn Climbing-Artisten den Globus mit atemberaubender Kraft und Eleganz erobern und das Bild des Titanen Atlas aus der griechischen Mythologie sich einstellt, auf dessen Schultern die Erdkugel ruht.

Fotos: Bluoss

©vdh.2006
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