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Radio Essen traf den Geschichtskreis Carnap

"Katja auf Wohnungssuche" so heißt der neue Sendebeitrag des Essener Radiosenders von Katja Artsiomenka aus Weißrußland. Sie will im Ruhrgebiet bleiben und ist auf Wohnungssuche in Essen. - Stadtteil für Stadteil - nimmt sie sich vor. Am 10. Januar 2011 war sie bei uns in Karnap und hat dabei die Mitglieder des Geschichtskreises Carnap in der Gaststätte "Alt Carnap" besucht. - Hier gehts zum Radiobeitrag von Katja Artsiomenka

Historischer Rundgang - Mai 2009

                         Auf Entdeckungstour mit dem Heimatforscher Reinhold Adam


Foto:
Friedhelm Schwickert
Unter der Leitung von Reinhold Adam begab sich der Geschichtskreis Carnap auf eine Zeitreise durch die Karnaper Geschichte, die sich schließlich als Frühlingsspaziergang entpuppte. Auf Wunsch wurde die gleiche Route gewählt, die bereits im vergangenen Jahr beim ersten historischen Rundgang Geschichtsinteressierte begeisterte. Treffpunkt war das Ev. Seniorenzentrum, dann marschierte die Truppe vorbei an dem Wohnhaus, des Generaldirektors Carl Hold, der bis zur Eingemeindung Carnap nach Essen, ehrenamtlich Bürgermeister von Karnap war.

Nach der Besichtigung der Seilscheibe, die als Symbol für 100 Jahre Bergbau-Geschichte aufgestellt wurde, lernten die Geschichtshungrigen den neuen Eigentümer des ehem. Rathaus an der Arenbergstraße kennen. Ganz spontan lud dieser zu einer Entdeckungsreise in seinem blühenden Garten ein, der eher einem „Königlich „ meditiranen Kleinpark glich. Die Begeisterung bei allen Beteiligen war sichtlich groß und so manch einer, nahm die eine oder andere Gestaltungsidee mit auf dem Weg zur Denkmal geschützten Bergarbeitersiedlung Mathias Stinnes die um 1900 entstand. Hier erfreute man sich beim Anblick der blühenden Baumallee, die bei dem harmonischen Zusammenspiel von Natur und sehr gepflegten historischen Häusern und Vorgärten eine besondere Augenweide dar bot. Der erlebnisreiche historischen „Frühlingsspaziergang“ endete in der Gaststätte „Alt Carnap“, wo die Mutter der Wirtin, die wissenshungrige Mannschaft mit einem kleinen Imbiss versorgte. Es war für alle Beteiligten wieder eine rundum gut gelungene Veranstaltung.

Für den 3. historischen Rundgang ist eine neue Route in Planung, die wiederum für jeden Geschichtsinteressierten kostenlos angeboten und vom Geschichtskreis Carnap frühzeitig auf der Homepage: www.karnap.info und in der regionalen Presse angekündigt wird. 

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Ein kurzer Anruf bei der Sprecherin des Geschichtskreises Carnap, Bettina von der Höh und prompt stand das WDR Team der Aktuellen Stunde vor Linda Manneks Gaststätten- Tür. Der Beitrag wurde am Samstag, 21.02.2009 in der Aktuellen Stunde gegen 19:00 Uhr gesendet.

Sendung verpasst ? Kein Problem. Beim nächsten Treffen des Geschichtskreises Carnap wird dieser Film mit der Genehmigung des WDRs vorgeführt. Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.


Wer hat den heiligen Nepomuk gesehen ?
 
Bei dem letzten historischen Rundgang des Geschichtskreises Carnap im Oktober stellte ein Teilnehmer der Sprecherin Bettina von der Höh die Frage: „Wo ist eigentlich der heilige Nepomuk geblieben ?

Gesehen wurde er in den 30er Jahren in der Nähe der Zweigertbrücke, dann verließ er seinen Standort und wurde den Gerüchten nach, im Friedhofgelände abgestellt.

Der Geschichtskreis ist der Frage nachgegangen und wendete sich an den ortskundigen Walter Böttger ehem. Pressewart des Carnaper Blättchens. Hier erfuhr man, dass ein katholischer Küster aus Mitleid vor weiteren Verfall ihn begraben hat. Stimmt das wirklich, oder wo hat der heilige Nepomuk von Karnap, der die Menschen als Schutzpatron bei einer Hochwasserkatastrophe Halt bieten sollte, seine Heimat gefunden ? Wer hat den heiligen Nepomuk gesehen ?

Sachdienliche Hinweise nimmt der Geschichtskreis Carnap,
Heinz Tocay unter Tel. 0201 382470 oder email: heinz.tocay@gmx.de gern entgegen.
 
1739 Errichtung eines Standbildes des heiligen Johannes von Nepomuk als Helfer in Wassernot.


Trotz sintflutartiger Regenfälle wurde das letzte Treffen des Geschichtskreises Carnap für die zahlreichen Besucher in der Gaststätte Alt Carnap zu einem großen Erfolg. Wobei vor allem auch die Lesung von Heinz Tocay aus einem bisher unveröffentlichten Manuskript aus dem Jahr 1915 dazu beitrug und ein Bild  von Karnap im vorletzten  bis  zum letzten Jahrhundert zeichnete, als der heutige nördlichsten Essener Stadtteil selbstständige Bürgermeisterei war.

Unter dem Motto des Geschichtkreises Carnap: „Wir halten nicht nur die Geschichte, sondern auch den damit verbundenen Menschen in Karnap lebendig“ wurde nicht nur über Vergangenes nachgedacht sondern auch über die Entwicklung des Essener Stadtteils im Norden diskutiert. Geplant für den kommenden Herbst  ist ein historischer  Rundgang durch den Stadtteil, wo Vergangenheit und Gegenwart sichtbar gemacht und Zukunftsperspektiven erörtert werden.

Des Weiteren teilte die Sprecherin Bettina von der Höh mit, dass der Geschichtskreis in der Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen aufgenommen wurde, die im Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V. aktiv sind. Auch bei der Aktion: „Wir im Essener Norden“ des Altenessener Allee-Centers, möchten wir unseren Stadtteil positiv darstellen, erläuterte die Sprecherin weiter, die nur noch auf die Zusage der Center Managerin wartet, um mit den Vorbereitungen beginnen zu können.“ Hier findet, wie in anderen Bereichen, eine enge Kooperation mit dem Geschichtsforum Nordsternpark statt, dessen Vertreter Reinhold Adam und Willi Weiss, von Frau von der Höh besonders begrüßt wurden.
Als vorlesender Gast und neues Mitglied des Geschichtkreises Carnap, Heinz Tocay, sorgte dieser für einen willkommenden Abschluss und für eine große Begeisterung bei den Zuhörern.
Aus dem Manuskript „Karnap im Laufe der Jahrhundertwende“ des damaligen Rektors A. Dringenberg, der diese historischen Erlebnisse dem Ehrenbürgermeister und Bergwerksdirektor Karl Hold widmete, trug er die sehr plastisch dargestellten Erzählungen über die Karnaper Flur und den einfallsreiche Brückenbau der damaligen Bergleute zur Zeit um die Jahrhundertwende vor. Die damalige Verbindung zu den Nachbarorten Gelsenkirchen, Bottrop, Altenessen und Gladbeck, die der Stadtteil Karnap von jeher pflegte, wurden in mehreren Kapiteln umfassend und sehr bewegt beschrieben. Auch die Erwähnung der französischen Besetzung zu Zeiten Napoleons fand große Beachtung.  Aufgrund dieser Darbietung und der recht amüsanten Geschichten über Karnap und seinen Nachbarn, wurde der Herausgeber und Vorleser, des im Herbst erscheinenden Buches, vom Geschichtsforum Nordsternpark zur nächsten Lesung im Bergbaustollen des Freundeskreises Nordstern, am 09. September diesen Jahres eingeladen. Hier hat jeder noch einmal die Gelegenheit, diese unvergesslichen Erlebnisse des ehemaligen Rektors lauschend mitzuerleben. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers, wird eine Episode aus diesem Buch in der Sonderausgabe des Stadtmagazins “karnap-infos“ im September 2008 nachzulesen sein.


©vdh.2008

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