
Rekordbesuch beim Rundgang durch den Nordsternpark - Reinhold Adam begeistert - 83 Besucher strömen nach Horst
Reinhold Adam vom veranstaltenden Geschichtsforum Nordsternpark zog beim "Historischen Rundgang" durch den Nordsternpark alle Register. Mit seiner 30-jährigen Erfahrung als örtlicher Hobby-Historiker hatte er und seine mitstreitenden Initiatoren mit dieser großen Resonanz nicht gerechnet. 83 Geschichts-Interessierte strömten auf das ehemalige Zechengelände um an dem letzten Rundgang in diesem Jahr teilzunehmen. Sie kamen voll auf ihre Kosten, was vor allem auf die emotionalen Ausführungen von Adam zurück zu führen war. Durch sein Fachwissen und eigenen Erlebnissen ließ er vielen Besuchern Emotionen hoch kommen, die die Horster Geschichte lebendig werden ließ. Der jüngste Teilnehmer war 5 und der Älteste 85 Jahre alt - Der Rundgang führte die Teilnehmer vom Eingang des Parks an den Nordstern-schächten, wo heute die THS beheimatet ist. Vorbei an der Pyramide zum abgebrannten Kühlturm und über die Brücke zur Blumenstrasse, wo sich ursprünglich die alte bewohnte Bergarbeitersiedlung befindet. Hier hörte man, dass Horst im 19. Jahrhundert die prozentual dicht besiedelte Gemeinde im Deutschen Reich war. 25 % der Bevölkerung bestand aus Bürgern die aus Polen stammten. | |
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| Weiter ging es durch den mit herbstlichen Farben und noch blühenden Rosen versehenen Park zum Emscherklärwerk. Dort angekommen, auf der gegenüberliegenden Seite, unter der Halde begraben, befand sich die erste Bergarbeitersiedlung in Horst. Die „Alte Kolonie", die 1870 erbaut und nach den 2. Weltkrieg nicht mehr aufgebaut wurde. Hier trugen einige Teilnehmer, viele davon kamen aus den südlichen Stadtteilen wie Rotthausen, Schalke, Bismarck, aber auch aus Essen - Karnap und Gladbeck - Brauck, mit eigene Begebenheiten aus der Kolonie und eigenen Erlebnissen zum gelingen des Rundgangs bei. Ergänzt wurden die geschichtlichen Rückblicke von Karl-Heinz Breil und Norbert Schäfer. | | | |
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Im Stollen durch Wilhelm Weiß und Ernst - Peter Bechtloff. Leider, konnte sie, aufgrund des Andrangs nicht wie gewohnt die Besichtigung des Bergbaustollens mit der Gruppe durchführen. Aber dennoch konnten sie individuelle Erläuterungen vornehmen und durch kleine Geschichten und Dönekes von der ehemals nördlichsten Schachtanlage im Ruhrgebiet zur historischen Geschichte Horst beitragen. Im dicht gefüllten Bergbaustollen endete der Rundgang mit einem gemütlichen Beisammensein bei Wurst, Bier, Wasser und Bergmannsmusik. Jahresausklang der Horster Geschichts -und Bergbaufreunde. Reinhold Adam war dann auch hoch erfreut, dass das Ziel des Geschichtsforums, den Nordsternpark zum "Marktplatz der Geschichte" zu machen, einen großen Schritt näher gekommen ist. Er merkte an, dass die Besucher auch im nächsten Jahr die kulturellen Veranstaltungen des Geschichtsforums kostenfrei besuchen können. Diese werden dann auch als Ankündigung im nächsten Jahr im Reiseführer für das westliche Ruhrgebiet veröffentlicht. Somit soll der Nordsternpark und deren Aktivitäten weit über die Mauern Gelsenkirchens hinaus bekannt gemacht werden. Bezirksvorsteher Joachim Gill fand auch nur lobende Worte für die Macher vom Geschichtsforum, Geschichtskreis Horst und Freundeskreis Nordstern, die er als aktivste kulturelle Vereinigung im Bezirk bezeichnete und einen großen Werbeträger für den Stadtteil Gelsenkirchen-Horst. | | | |
 | | | Im Stollen begrüßte die Besucher: Wilhelm Weiß vom "Freundeskreis Nordstern" mit der heiligen Barbara im Arm. (siehe auch: Stollenführung im Kinderpütt) | | Fotos: vdh/10.06
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| Am Freitag den 27.10.06, um 16.00 Uhr kann der "Historische Rundgang" durch den Nordsternpark noch einmal Revue passieren, denn dann wird eine DVD Präsentation im Bistro im Nordsternpark vorgeführt, die sich immer größere Beliebtheit erfreut. Es wird bereits darüber nachgedacht, im Vorfeld des Horster Jahrhundertfestes ein "Horster Kurzfilmtag" zu gestalten. | | | |

| Zum ersten Historische Spaziergang in diesem Jahr hatte das „Geschichtsforum Nordsternpark“ am Samstag, 06.05.2006 auf das ehemalige Horster Zechengelände eingeladen und wieder konnten sich die Bergbaufreunde um Reinhold Adam und Willi Weiß über einen großen Zuspruch Geschichtsintressierter erfreuen: Er begrüßte etwa 45 Anwesende mit dem Bergmannsgruß Glückauf. Erst vor acht Tage strömten 60 Zuhörer zur Lesung im Grubenlampenlicht in den Bergbaustollen (Wir berichteten). | |  | | Beim zweieinhalbstündigen Rundgang und Stollenbesichtigung gab es neben Historischen auch manche Dönekes aus der Nordsternchronik zu hören. Wie über die erste Schachtteufung des Steiger Petri 1857, der dieses Unterfangen nach etwa 10m einstellen musste, da der Schacht schief geteuft war. Die Bergbehörde fand in ihm schnell den Schuldigen, denn er war nach ihrer Meinung:Bergmännisch unerfahren und dem Trunke völlig ergeben.“ Neben der Zeit um die Förderaufnahme der Zeche Nordstern im Jahre 1868, die Zuwanderung aus den Ostgebieten und Ausland, nebst Bergmannswohnungsbau, die Horst zur dicht besiedelten Gemeinde im Deutschen Reich werden ließ und zum „Schmelztiegel der Nationen“, war auch die BUGA 1997 und die heutige Nutzung als Landschafts-, Gewerbe – und Wohngebiet, sowie Naherholungsgebiet ein Thema. Dazu wurden die vielen Symbole im Nordsternpark entschlüsselt, wie die Schächte als Zeichen der eigenen Identität sowie die Halde, die die im zweiten Weltkrieg zerstörte Kolonie von Nordstern begraben hat; hier wurden auch Träume und Hoffnungen der Zugewanderten zerstört und mit begraben. Die Wasserzuflüsse im Eingangsbereich und vor der THS Zentrale - sie sollen an der Emscherniederung erinnern, da die Emscher und ihre viele Arme Horst umschlangen, die Pyramide (Symbol der vielen tausend unbekannten Nordsternbelegschaft, von denen viele auf der Jagd nach dem schwarzen Gold ihr Leben ließen), die zu Zügen geschnittene Bäume am Kohlenmischturm oder die vielen Stegen und Brücken, die Adam auch als Zeichen des Aufbruchs zu neuen Ufern deutete. In vielen Bereichen prallen Vergangenheit und Zukunft aufeinander (Auf dem Weg zur blauen Emscher), was den Rundgangbesuchern plastisch vermittelt wurde. Daneben wurden durch die Begleiter K.-H. Breil, Norbert Schäfer und Friedhelm Schwickert eigene Erlebnisse, Erfahrungen oder Erinnerungen mit eingebracht und kleine „Dönekes“ zum Besten gegeben, sowie das vorgetragene mit Fotos und Bildern untermalt. Am Bergbaustollen, Willi Weiß und Ernst-Peter Bechtloff, die die Bergarbeit und den Bergbau näher brachten.
Gez. Reinhold Adam, Hakenstr. 14, 45899 Gelsenkirchen, Tel. 0209/583665 | |
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