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| Wer hätte gedacht, dass in einer idyllischen Wohngegend im Stadtteil Karnap, in einem mit Efeu beranktem „Knusperhäuschen“, nicht unweit vom Altenheim, Lohwiese, eine Familie einziehen würde, deren älteste Tochter in den Zeitungen bis zum heutigen Tag, für Schlagzeilen in sportlicher Disziplin, sorgt? | | | |
 | Die Aufzählung der Erfolge der 1,84 Meter großen 17-jährigen Sportlerin mit Pferdeschwanz ist lang: Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen, Juniorenweltmeisterschaft, Sprintmeisterschaft. Da den Überblick zu behalten ist selbst für Janina Bornschein und ihre Familie schwierig. |  | | | |
| Als die gebürtige Essenerin Janina Bornschein mit etwa drei Jahren nach Karnap zog, hatte sie den Sport nur als Nebensache zum Kindergarten gesehen. Ihre Mutter, heute noch als Lehrerin tätig, sorgte dafür, dass ihre Töchter Janina und Hannah mit sportlichen Aktivitäten aufwuchsen. Sie gründete mit einigen anderen Mitgliedern des Fußballvereins Karnap die „Bambini-Mädchen-Mannschaft“ (aus der übrigens die heute sehr erfolgreichen U15- und U17-Teams hervorgegangen sind) und meldete dort Janinas vier Jahre jüngere Schwester Hannah dort an. Janina selbst, interessierte sich jedoch für den Judosport. Ihre Begeisterung war aber nicht von Dauer und ihre sportliche Laufbahn im Judoverein war somit nach wenigen Jahren beendet. | | | |
| Als die Schulzeit für Janina losging, brach die Lernphase für sie an. Lernen war und ist noch ihr oberstes Ziel. Die Leistungsfächer, Biologie und Pädagogik, meistert sie heute mit Bravour. Auch das Hauptfach Mathematik liegt ihr sehr. | | | |
 | Vor wenigen Jahren entbrannte in ihr eine neue Leidenschaft, das „Rudern“. Ein Trainer aus Oberhausen entdeckte ihr Talent, als sie ihre Leidenschaft auf Wasser vorführte. Auf Rat ihrer Mutter, die in früheren Jahren ebenfalls in einem Ruderverein aktiv war, meldete sich Janina bei dem Ruderverein Oberhausen an. | | |
Seit Beginn, des letzten Jahres ist sie nun Mitglied bei der Kettwiger Rudergesellschaft, wo sie der Trainer Boris Orlowski mit Begeisterung aufnahm. Dort absolviert Janina acht Trainingseinheiten in der Woche. Entweder in ihrem Einer namens „Wahnsinn“ oder im Vierer „Speedwilly“ mit ihren Mitstreiterinnen. | | | |
Wie es sich für die meisten ambitionierten Sportler gehört, hat auch die sympathische Karnaperin einen Glücksbringer: ihre Haargummis trägt sie bei Wettbewerben in ganz bestimmten Farben und in einer genau festgelegten Reihenfolge. Am liebsten rudert sie auf Strecken mit mindestens 2000 Metern.
Ab der nächsten Saison startet sie nicht mehr in der Jugendklasse sondern bei den U23-ern. Das erste Training mit ihren Teamkollegen aus dem Nationalmannschaftskader und dem Bundestrainer hat sie in Saarbrücken vor wenigen Tagen absolviert. Natürlich erfolgreich. |  | | | | |
| Obwohl im Moment keine Meisterschaft mehr ansteht, darf das regelmäßige Training nicht fehlen. Schließlich sollen die Erfolge auch im nächsten Jahr nicht ausbleiben und es wieder Medaillen regnen. Für zusätzliche Hobbies bleibt keine Zeit mehr, dennoch lässt sich Janina es sich nicht nehmen die freie Zeit am Abend mit Harry Potter zu verbringen. Die letzten beiden Bänder las Janina auf Englisch, da sie die Veröffentlichung in Deutschland nicht abwarten konnte. | | | |
Wie stellt sich Janina ihre berufliche Zukunft neben den Rudererfolgen vor? Sie sagt: „Entweder werde ich Sportmedizinerin oder Pädagogin“.
Ich wünsche ihr auf jeden Fall riesigen Erfolg, egal in welcher Richtung ihr Weg sie führen wird. | | | |
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